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Naturgewalten

Posted by Nord on 16. Juni 2009 – 20:23
Nikolaus Lenau von Friedrich Amerling

Nikolaus Lenau von Friedrich Amerling

Das muß doch ein wirklich spannender Artikel werden wenn man sich mit dem Wetter befasst. Dem Autor fällt doch tatsächlich nichts besseres ein als über Wetter zu reden.

Nun, eigentlich ist es eher ein Wunsch nach ein paar Blitzen und dem dazugehörigen Donner und paar Regenschauern die die Luft etwas abkühlen!

Von morgens bis Abends in diesem Klima arbeiten zu müssen ist nun wahrlich kein angenehmes Unterfangen (und dabei bin ich doch froh, daß ich nicht körperlich arbeiten muß…).
Vielleicht sollte ich mir doch mittels einer Tesla Spule selbst ein Blitzgewitter herbeizaubern?
Nein, zu aufwendig um auf die Schnelle ein solches Gerät aus dem Boden zu stampfen…

Um diesem Artikel dennoch etwas Interessantes ein zu verleiben werde ich mich etwas mit den Naturgewalten, speziell mit Blitz und Donner befassen, und zwar mit dem literarischen Donnerwetter von Nikolaus Lenau:

Gewitter

Der Seele klarer Himmel hängt
Voll zürnender Gedanken,
Und mancher laute Seufzer drängt
Sich aus der Brust, der kranken.

Unheimlich blitzt des Auges Stern
Und sucht umsonst nach Zielen.
Laß ab! ich weiß, du möchtest gern
Dich an der Träne kühlen.

Sie blinkt nicht mehr im Auge hohl,
An dem die Gluten zehren! –
Doch jetzt, wie wirds der Brust so wohl!
Darf sie vom Schmerz sich leeren?

Im Auge glüht das Abendrot,
Die Wolken sind zerrissen.
Verspricht dies Leben oder Tod?
Die bange Brust möchts wissen.

Verklärten sich die Wolken nur,
Den Tod mir anzusagen?
Ach! oder ists die erste Spur
Von schönern Erdentagen?

Von neuem Glück! Die Glut erlischt,
Sie soll nichts mehr verheeren;
Denn in die junge Freude mischt
Sich mild der Tau der Zähren!

Nikolaus Lenau

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