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Macht haben & Macht halten – Wille zur Macht

Posted by Nord on 10. März 2009 – 10:24

Das wohl wichtigste für den Menschen ist die Möglichkeit Macht auf andere Menschen ausüben zu können.
Wie verhällt sich ein Mensch der seinen Lebtag gegen die Machthaber gekämpft hatte, die Unterdrückung verurteilte und ein reiner Menschenfreund gewesen ist und auf einmal selbst an der Position jener Machthaber kommt?
Was bleibt vom guten Vorsatz der Machausübung zum Wohle des Menschen? Ist der Mensch überhaupt fähig Macht zu haben und diese sinnvoll und sozial ainzusetzen, oder ist er in dieser Aussage von Grund auf zum Scheitern verurteilt?
Grundsätzlich würde ich ja sagen. Um die Macht, welche einem Menschen zur Verfügung gestellt wird, zum Wohle nutzen zu können, muß man ein selbstloser Übermensch sein, ein Halbgott in der Position einer führenden Person. Wie hoch muß die Selbstdisziplin sein um nicht vom Kelch der süßen Machtausübung gierig einen Schluck nach dem anderen die trockene Kehle runter zu spülen, berauscht von den Sinnen und der Gier nach noch mehr Macht sich und jene die einem Vertrauen in den sicheren Abgrund zu stürzen?
Ein Übermensch muß dies sein, ein Wohltäter, ein Märtyrer. Und jene einzige Freude dieses Asketen wird die Freude seiner Gefolgschaft sein, der Erfolg den alle teilen durch die ausgeübte Macht. Und doch wird dieser Mensch einsam sein, getrübt  durch die Kraft die von seinen Entscheidungen ausgeht, die Konsequenzen des Handelns und die Schattenseite der Macht.

Wer ist einer solchen Stelle gewachsen? Wer kann ehrlich von sich behaupten diese Last tragen zu wollen?
Ehrlich wird niemand sein. Wir wollen alle Macht haben aber die Konsequenzen möchte niemand tragen und auch nicht tragen können.

Als treuer wikipedia Nutzer habe ich auch zu dieser Frage die Seite konsultiert. Es erstaunt mich sehr, daß vor allem der etymologische Teil, die Wortherkunftsklärung meine obigen Punkte ganz klar unterstreicht:

Im Althochdeutschen, Altslawischen und Gotischen bedeutete das Wort Macht soviel wie Können, Fähigkeit, Vermögen. Vergleichbar stammt das lateinische Substantiv für „Macht“, potentia, von dem Verb possum, posse, potui ab, welches heute mit „können“ übersetzt wird.

Macht wird im allgemeinen Sprachgebrauch oftmals dem Wortfeld des Begriffs Herrschaft zugeordnet. Wörter wie Machtapparat, Machtergreifung, Machtwechsel, Machthaber legen dieses Verständnis nahe.

Quelle: wikipedia – Macht (etymologischer Absatz zum Wort “Macht”)

Eigentlich ein schier unerschöpfliches Thema – viel zu Komplex um es in einem solch kleinen Forum diskutieren zu können …

Weitere Artikel:

Nietzsche über den “Willen zur Macht”

„…Diese meine dionysische Welt des Ewig-sich-selber-Schaffens, des Ewig-sich-selber-Zerstörens … dies mein Jenseits von Gut und Böse, ohne Ziel, wenn nicht im Glück des Kreises ein Ziel liegt … Wollt ihr einen Namen für diese Welt? … Ein Licht für euch, ihr Verborgensten, Stärksten, Unerschrockensten, Mitternächtlichsten? … Diese Welt ist der Wille zur Macht – und nichts außerdem! Und auch ihr seid dieser Wille zur Macht – und nichts außerdem!“

Quelle: wikipedia – “Wille zur Macht”

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