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Kunst als Klassifikation

Posted by Nord on 7. November 2008 – 20:32
Rembrandt van Rijn - Selbstbildnis

Rembrandt van Rijn - Selbstbildnis

Was macht eigentlich Kunst erst aus?
Ich rege mich persönlich über diese erfolgreichen Künstler auf, welche einen Pinselstrich auf die Leinwand machen, sich vielleicht noch eine Geschichte dazu ausdenken oder von Kritikern eine erdenken lassen, um dann ihre Kunst meistbietend zu verkaufen.

Minimalistischer Einsatz, keine Kunst eine solche Kunst zu schaffen, und ein scheinbar idiotisches Publikum welches nur auf den Namen des Künstlers fixiert ist. Dies habe ich vergessen im obigen Beitrag zu erwähnen; man sollte schon irgendwie seinen Namen gemacht haben. Alles andere ist einfach die Präsenz die es ausmacht. Vielleicht noch etwas mit paar Kunstwerken die als skandalös gewertenwerden könnten bei den Avandgardisten auftrumpfen, und voila, fertig ist der Kunst bildende Kunstbegriff eines Künstlers!
Dabei sind es vielleicht nichtmal Vorreiter einer neuen Kunst! Wird sich in 100 Jahren jemals an den Namen des Künstlers erinnern können? Von der Sonne verblichene Leinwände, welche schon längst durch noch weit bizarre Kunst abgelöst wurde, zeugen vielleicht noch stellenweise von einem “Jemand” aus der Vergangenheit.

Sicherlich ist das anmaßend solche Künstler zu kritisieren wo man es selbst nicht halbwegs so weit geschafft hat. Vielleicht fehlt mir auch der Sinn diese abstrakte Kunst zu verstehen, diese jeglicher Inspiration entzogenen Entartung eines wirren Kopfes der Bestätigung bekommt.
Habt Ihr Euch schon mal gefragt, was das für eine Kunst sein soll wenn der Künstler einen Klumpen Fett in eine Ecke legt, dies als Installation bezeichnet, so unscheinbar daß die Putzfrau es nach der Ausstellung entsorgt und für ein Eklat sorgt?
Das ist für mich keine Kunst, seht es als persönliche Meinung, aber diese ist ehrlich!

Wenn ich da nur an Albrecht Dürer oder Rembrandt, Grünewald, Bosch denke! Wahre Meister der Malerei und der visuellen Zauber.
Für sie gab es nur den Namen und die Anerkennung, viele davon starben als arme Leute. Man denke nur daran, wie Rembrandt seinen Konkurs anmelden mußte. Der Schlüssel und das Ziel war dabei immer die Kunst gewesen.

Eigentlich bin ich mir mal wieder nicht sicher weshalb ich das überhaupt niederschreibe, konstruktiv ist das auf jeden Fall nicht. Vielleicht suche ich mir gerade auch nur ein Ventil um diese sehr unzivilisierte Woche hinter mich zu bringen.
Vielleicht schaffe ich es dieses Wochenende mal richtig kreativ zu werden. Da steht noch einiges aus neben den Auftragsarbeiten.

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4 Responds so far- Add one»

  1. 1. Lethe Said:

    Ich kann sehr gut nachvollziehen was du meinst. Kunst ist eben subjektiv, aber ich kann diese “Strichkunst” auch nicht verstehen.
    Erinnert mich an folgendes Gedicht:
    http://homepage.univie.ac.at/Gertraude.Zand/Dokumente/Handke.pdf

  2. 2. Luiza Said:

    Guten Abend!
    Ja, das musste mal gesagt werden. Man kann es kaum in bessere Worte fassen. Ganz besonders das, was über die heutigen modernen Künstler gesagt wurde.
    Ich denke, wenn man die Heranwachsenen von heute in frühester Jugend auf spielerische Art und Weise in ein Museum führt, das über die Geschichte der Kunst aufklärt, dann lernen sie zu verstehen, was Kunst wirklich ist.
    Habe letztes Jahr in Antwerpen eine Ausstellung über primitive flämische Kunst gesehen. Natürlich ist das alles Geschmacksache und man würde manch ein Bild nur wegen seinem Wert aufhängen, aber man sollte sich mal die Zeit nehmen und versuchen zu hinterfragen, wie all diese Bilder die Zeit überdauert haben. Was fasziniert die Menschen daran, die es betrachten und warum man es vor Gefahren schützt und es gelingt. Vielleicht schaut man dann ein Strichbild an, geht in aller Ruhe in sich hinein und fragt sich, was das Bild wohl in 10 Jahren macht…

  3. 3. Nord Said:

    Vielleicht werden aus den Strichen Punkte und das Bild bewegt sich langsam zur Kunst hin. Spaß beiseite, inwiefern “primitive Kunst” – meinst schon moderne Kunst oder die avantardistischen Reste der beiden Jahrhunderte?
    Es kann auch minimalistische Kunst einen Ausdruck gewinnen, aber das ist dann eher die große Ausnahme in einem Meer von Selbsteitelkeiten und schnell hingeschmierten/installierten Werken.

    @ Lethe – ah ja, Du hast bereits davon gesprochen. Schlimm finde ich das. Schreib hier mal lieber ein gutes Beispiel hin als Abreger am Ende des Artikels :)

  4. 4. Luiza Said:

    Guten Morgen!

    Es war Kunst zwischen 1300 – ich schätze Ende vom Mittelalter. Kein Hieronymus Bosch, leider, aber ein Bruegel .d.ä. und sonst viele Heiligenbilder. Die waren teilweise so genial gemalt… Da kommen einem echt die Tränen. Eigentlich war das ne Ausstellung für 3 Tage, aber ich war nur einen Tag krank und musste diesen einen Tag nutzen… War toll.
    Eigentlich wollte ich gerne heute ins Museum der schönen Künste nach Antwerpen fahren, aber wir arbeiten bis 13.00, da lohnt sich das icht mehr:-( Nach dem Urlaub…

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