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Kirche & Vatikan

Posted by Nord on 7. Februar 2009 – 13:41

Eigentlich befasse ich mich nur ungern mit sehr aktuellen Themen, aber diesmal zieht es mich wieder zurück zur Schrift und dem Walkürenritt.
Hoffe natürlich auch, daß dieser Text wieder meinen Schreibfluß soweit weckt, daß der Walkürenritt wieder seine Schwingen spreizt und in die Höhen der Welten steigt und stürzt in die tiefen unserer Kenntnis und noch tiefer in die Unkenntnis.

Die Kirche – verdammt, gehaßt, vergöttert.
Um hier nicht in eine politische Diskussion zu verfallen, die Hintergründe aufzuführen die zu dieser Medienpräsenz und dem Gesprächsstoff geführt haben, werde ich mich lediglich auf meine persönliche Grundsatzfrage bezüglich der Kirche beziehen.
Wer welche Meinung vertritt, wer wen tatsächlich verärgert und in Misskredit gebracht hat, ist mir in diesem Beitrag gelichgültig.
Freunde des Glaubens, der Kirche und des Vatikans sollten an dieser Stelle aufhören zu lesen, denn an vielen Stellen scheitert der Glaube an der Kritik und dem Fassungsvermögen eines Gläubigen für solche irdischen Meinungen und Dinge.

Wohin steuert das Schiff der Kirche, welche Wege führen die Gläubigen in die Absolution oder ins Verderben?
Kindesmissbrauch, Wahrheit, Lügen, Skandale … Verrat … Opium fürs Volk?
Wo ist das Maß aller Dinge, ist der Papst der wahre Gott der Gläubigen, ist der Pfaffe der Mann der Lehre, der lügt und betrügt, Hochwürden der Verderbnis?
In vielen Dingen scheint die Kirche ihrer Kontroverse, dem Satanismus, ähnlicher zu sein als die Satanisten selbst – bei den wenigsten Satanisten führt der Glaube zur Handlung, die Kirche glaubt und handelt. Selbstverständlich ist es sehr verallgemeinernd von der Kirche zu sprechen und an einzelne Taten zu denken. Die Toleranz der Kirche, ihre doktrinierte Verschwiegenheit bewegen mich dennoch auch weiter in dieser Form zu schreiben. Der geneigte Leser wird nach dieser Erklärung schon verstehen wie die weiteren Zeilen gemeint sind.

Bewiesenermaßen sind die Fundamente der Kirche getauft in Blut, Verrat und den Hasspredigten gegen alles und jeden der zur Gefahr wurde, der Wissen erlangte in einer Welt wo Wissen im wahrsten Sinne des Wortes Macht über die Menschen bedeutete. Vermutlich bedeutet Wissen immer noch Macht – aber die Wenigsten interessieren sich für das Wissen. Es lebt sich einfacher im Schatten unserer Technologie, die uns das Denken abnimmt, uns abschirmt von allem Übel, uns überwacht und das ganze Leben begleitet.
Doch zurück zur Kirche – wofür ist die Kirche da? Sie ist eine Festung für die Gläubigen, ein Platz wo Trost und Schutz gespendet wird, das Haus Gottes wie es gern bezeichnet wird.
Braucht ein Gott eine Kirche, wünscht er den Verrat und Kindesmissbrauch durch seine Jünger, wünscht er sich das Blutvergießen auf der Welt, wünscht er sich Abkehr vom Individuum Mensch zum frommen Lamm, welches ohne Widerstand zur heiligen Schlachtbank geführt wird?
Das Schild der Nächstenliebe bröckelt, die Fassade dahinter enthüllt die Finsternis, die von der Kirche ausgeht.
Hinter dem ganzen Gold verbirgt sich eine geheime Welt, eine Welt die Wissen zurückhält, denen aber doch die Zahlen der Jünger geschlichtet werden durch andere, neuere Attraktionen dieser Welt. Wer vermag schon zu sagen den wahren Ursprung, das wahre Ziel der Kirche und des Papsttums zu kennen? Wer kann zwischen den guten und den bösen Anhängern der Kirche unterscheiden in der heutigen Zeit?

Und weiter steuert das Kirchenschiff in eine neue, unbekannte Welt – in eine Welt wo der Glauben sich wandelt und es womöglich keinen Platz mehr gibt für einen strikten Glauben jenseits von Bits & Bytes.
Die oben gestellten Fragen vermag ich nicht zu beantworten. Keiner wird sie so einfach beantworten können. Gleichgültig wie die Kirche handelt, was sie behauptet, wie sie handelt – am Ende ist der Fels in der Brandung an dem sie stranden wird und bersten.
Es ist nur ein Bruchteil meiner jetzigen Gedanken zu diesem Thema. Es gibt auch die Gedanken die nicht so kontrovers sind, die einen gewissen Respekt entgegenbringen dem Durchhaltevermögen einer Lügenmauer, die Jahrtausende hält und die Zukunft neu gestaltet. Das muß die Anziehungskraft der Macht sein, der jeder Mensch folgt.

Machtlos wollen wir alle nicht sein. Die Kontrolle ist unser Glaube. Unser Glaube ist der Weg auf dem wir uns befinden, gepflastert mit Steinen die wir uns selbst schlagen. Jedem das Seine, ich bleibe lieber mein eigener Gott.

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  1. 1. Luiza Said:

    …so ein bisschen haben wir heute das gleiche Thema drauf*g*

    Viele Grüsse

    Luiza

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