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Gleichung des Lebens

Posted by Nord on 11. November 2008 – 22:15

Man kann mir schon vorwerfen, daß ich mehr in der Vergangenheit leben würde als in der Gegenwart oder Zukunft. Wobei Zukunft ja praktisch genauso schlecht wäre.
Eigentlich vertrete ich auch die Meinung, daß man sich mehr auf das Jetzt konzentrieren müßte als auf andere Zeiteinheiten die bereits vergangen oder noch unbekannt sind.

Das Leben ist voll gespickt mit Konstanten und Variablen, sodaß es schwierig ist den richtigen Faden und die richtige Formeln zu finden. Ein gewaltiges, mathematisches Gleichnis in der wir noch einen geringen Teil spielen, eine Unbekannte, eine fremde Summe, eine weitere Unbekannte und das Rechenbeispiel geht weiter.
Schon klären und summieren sich die Werte, die Variablen werden zu Konstanten und am Ende steht das Ergebnis. Doch noch fehlt der Schlüssel um dieses Gleichnis zu lösen, der unbekannte Wert, eine Variable und Konstante zugleich. Wo fängt man an?
Oft scheint mir der Schlüssel zum Verständnis für die Gegenwart und Zukunft in der Vergangenheit zu liegen.
In Erinnerungen wird so mache Gegenwartssituation verständlicher und so maches Ereignis, welches in der Zukunft liegt, überschaubarer.

Aber wo sind all die sorglosen Nächte geblieben? Es sind schon fast Jahrzehnte her wo ich die Milchstraße am sternenklaren Himmel gesehen habe!
Die Tiefe von unserem Sternenzelt ist oft weiter entfernt als der Blick nach vor an einem nebligen Morgen.
Ich kann mich noch erinnern an jene Gedanken in warmen Sommertagen, Nachts auf der Gartenbank, mit kindlichen Augen in die Sterne schauend und sich nie sicherer fühlend.
Was machte diese Gefühl aus, was verursachte diese Sehnsucht nach den Sternen? Liegt hier der Ursprung meines persönlichen Denkens, der Kern von meinem wirren Kopf oder einfach nur eine nie endende Phantasie? Ich weiß es nicht. Eigentlich ist es auch nicht sonderlich wichtig. Auch wenn dieses Gefühl so manches mal für trübe Stimmung sorgt, weiß man doch mit sich selbst nicht viel anzufangen, so glaube ich, daß da ein tieferer Sinn dahinter liegt.

Die Ströme der Sterne fließen durch jeden Menschen, in uns steckt die Energie des ganzen Universums. Wir müssen nur noch lernen damit umzugehen.
Irgendwann, wenn wir es sogar geschafft haben den Körper, seine Zwänge und die Grenzen die er uns setzt, zu überweinden, ja dann werden wir die Ebene erreichen welche man sich nichtmal vorstellen kann.
Eine Welt ohne Raum und ohne Zeit, nirgendwo und überall zu sein. Unendliches Wissen.

Eine sternenklare Nacht, klirrende Kälte vor der Haustür, eine Sternschnuppe die an die Sehnsucht zu den Sternen erinnert. Und ich sage: ich habe es nicht vergessen – im Gegenteil, immer mehr Erinnerungen wachen auf und erzählen ihre eigene Geschichte.

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