Freiheit – Wille – Illusion
Habe viel über die Freiheit nachgedacht und fand heraus, daß sie weitaus komplizierter und komplexer ist als man es eigentlich auf den ersten Blick erahnen kann/möchte.
Was bedeutet Freiheit?
Freie Rede? Freie Meinung? Freies Handeln?
In vielen Dingen definitiv ja! Aber was ist jene Freiheit wert, wenn man innerlich in seiner eigenen Festungshaft sitzt und der Geist von Zwängen und Ängsten getrübt und eingeengt ist, wenn der Drang nach Freiheit ein Individuum einschränkt und vollends zum Sklaven der Vorstellung eines perfekten ICHS wird?
Leben und leben lassen! Doch wie wird man frei im Geist? Der Körper mag sich bewegen in der Freiheit, der Mund vermag freie Worte zu sprechen, die Hand freien Willen führen und der Geist verbleicht zu einem fadenscheinigen Wesen, einem traurigen Rest aus Idealismus und Trieb, zu einem Haufen verkümmerter Hoffnung.
Im Umkehrschluß kann man jedoch auch sagen, daß das Einschränken des Mundes, des Körpers und der Freiheit letztendlich nur zweitrangig ist solange man im Geiste frei und ehrlich ist, sich unter Kontrolle hat und menschlich handeln kann.
Dazu fällt mir ein Zitan von Immanuel Kant ein:
Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer Allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.
Damit spricht Kant, meines Erachtens nach, keine geschriebenen und bestehenden Gesetze an, sondern eine Handlung in Freiheit und Gerechtigkeit die eben eine Gesetzgebung sein könnte.
Nicht schwer ist dann die Folgerung, daß keine Gesetze niedergeschrieben werden müßten, sofern sich jeder an diese Maxime, an dieses oberste Gebot halten würde.
Den Geist befreien, die Tore öffnen in die Welt hinein, ein Blick, tief in das Weltall, in unsere Vergangenheit und Zukunft zu gleich, unsere Gegenwart jene schon verflogen ist wenn wir nur an sie denken.
April 28th, 2009 at 21:12
….sehr schöner Text. Hat es etwas mit dem aktuellen Anlass zu tun? Irgendwie passt es…
Viele Grüsse!
Luiza
Juni 14th, 2009 at 13:07
Nein, keineswegs. Auuch wenn meine Antwort nun doch “etwas” später kommt.
Habe sehr viel zutun gehabt, und es fehlte mir auch mal wieder an nötiger Kreativität zum Schreiben.
Doch, so hoffe ich, daß ich zum wiederholten Male einen Neustart machen werde.