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Der lange Schritt

Posted by Nord on 9. Oktober 2008 – 08:49

Es findet sich noch längst ein Weg ins Tal, in längst vergessene Reiche. Ein Steg ein Pfad über Stock und Stein, tief in die Welt die nicht soll sein!
Weit ist der Weg! Weit ist der Blick, doch nicht weiter als der Nebel es erlaubt!
Wo das Augenlicht versagt, wo der Blick noch reicht bis zu Kinn, in Schwindel erregenden Höhen, in tiefen Schluchten auf dem Weg dahin wovon man nicht spricht!
Ein jeder Schritt kann tödlich sein, ein falscher Tritt bringt ebenfalls Schmerz, ein jeder Steinwurf trügt durch den Widerhall – der Schall vergeht, und der Weg ist weit.

Die Augen geschlossen, nützen sie einem doch nicht, bestreiten wir den Weg durch warmen Nebel ins Höhlenlabyrinth. Ein Hauch warmer Luft der an unsere Backen dringt? Ein Schnauben am linken, dann am rechten Ohr? Ein Wesen was sich immer näher drängt, doch nicht wagt unseren Weg zu stören?
Fest entschlossen der Schritt, nah am Abgrund, nah am Tod und näher am Leben.
Ungewiss das Ziel, und verstörend die Umgebung. Kein Hunger und kein Durst der plagt, haben wir alle Kleider vor dem Weg noch abgelegt, alles irdische hinter uns gelassen und wagen uns vor in die Tiefen unserer Seele.
Augen auf! So sind wir doch bald am Ziel!
Doch traue nicht, der verlockenden Stimme die dir befiehlt! Sie trügt und täuscht und will dich lehren dem Schein zu trauen und das Herz schweigen zu lassen! Will dich trügen, und ist mit dir selbst, gefangen in dir, ein Teil von dir.
Den Weg sollst du bestreiten, mit gewissem Mut und rechter Tat, vor Torheit gewarnt, der Blicke nicht trauend noch der Geräusche Hall, so findest du auch, den Weg von dem ich sprach.
Erzähle mir, wenn du das Ziel gefunden hast, doch wirst du sehen, es ist anders als es ward mir zugeschrieben, ein jeder Weg, bestritten mutig, erfüllt sein eigenes, einzigartiges Ziel.

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  1. 1. rote Gräfin Said:

    Das Ziel war immer da nur nicht bewußt

    http://rotegraefin.wordpress.com/2008/09/07/der-schatten-hinter-dem-haus/

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