Es gibt keinen Tag an dem man nicht mit Parolen konfrontiert wird die die Botschaft weitergeben, daß alle Menschen gleich sind.
Doch sind alle Menschen gleich? Sind sie alle gleich gut oder gleich schlecht – und wenn ja, nach welchem Maßstab und von wem wird das gemessen?
Demnach dürfte man den Vergewaltiger nicht verurteilen, den Kindsmörder nicht verachten, den Säufer nicht schlechtmachen und sich nicht als Individuum ansehen! Wir sind alle gleich!
Nicht alle Menschen sind gleich!
Nicht nur durch Position in der Gesellschaft, durch Aufgabengebiete oder zugeteilte Machtbereiche erhöht man einige Menschen für die notwendige Autorität, auch das eigene Handeln und denken erhebt die Menschen aus der grauen Masse, dieser wahllos zusammengewürfelten Zellmasse ohne eigenem Antrieb, regiert von wenigen, ausgebeutet und mißbraucht zum jämmerlichen Sklavendasein.
Man muß auch nicht gleich sein um gemeinsame Ziele verfolgen zu können – wären wir alle gleich würde nunmehr unser egoistischer Teil gleiches Recht und gleiche Behandlung fordern. Gleichgültig ob man sich für die Sache einsetzt oder nur stiller Nutznießer ist.
Die Christen sagen, vor Gott seien alle gleich. Vermutlich ist damit die dogmatische Predigt der Kirche gemeint, daß alles Menschen von grundauf böse und Sünder sind. Mit der ursprünglichen Kernaussage der Religion hat dies vermutlich nichts mehr zutun.
Wozu dann eine Hölle? Wozu das Fegefeuer? Wenn doch alle Menschen gleich sind, obgleich einige davon gemordet, vergewaltigt, gelogen und ihre Umwelt um ihre Daseinsberechtigung betrogen haben, müßten alle gemeinsam im Paradies eintreffen, sich die Hand geben, guten Tag sagen und bis ins Ende aller Tage glücklich und zufrieden zusammen leben.
Unsere Weltpolitik fordert es: ihr seid alle gleich (gleich schlecht), gleichgültig eurer Hautfarbe, eurer Herkunft und eurem Wesen. Das hört dann jedoch auf, wenn sich Gruppierungen diesem Denken entziehen und diese Autorität nicht anerkennen, sich wehren.
Das Schlagwort Terrorismus, die Allzweckkeule der Neuzeit, trifft jeden der sich widersetzt.
Nicht alle Menschen sind gleich, das waren sie nie und werden es auch niemals sein. Nicht einmal genetisch wie der Focus Artikel “Alle Menschen sind doch nicht gleich” berichtet:
Wir sind einander gar nicht so ähnlich, wie uns Genetiker immer weismachen wollten. Viele neue Forschungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass die Variationen im Erbgut von Mensch zu Mensch doch größer sind als gedacht.
Eine sehr interessante Auseinandersetzung mit diesem Thema habe ich ebenfalls auf Kersti.de – “Der Unterschied zweischen gleich und gleich” gefunden:
Oft hört man bei uns den Satz “Alle Menschen sind gleich”. Tatsächlich hat dieser Satz aber nicht nur eine sondern gleich zwei Bedeutungen, die von ihren gesellschaftlichen Auswirkungen her entgegengesetzt sind.
Die erste läßt sich mit dem Satz “Alle Menschen sind gleichartig.” umschreiben, die zweite mit dem Satz “Alle Menschen sind gleichwertig.
Um dem Thema allerdings gerecht zu werden, bedürfte es eine ordentlichen Ausarbeitung die sicherlich einige Buchseiten füllen würde.
Es fühle sich jeder selbst angesprochen drüber nachzudenken und zu recherchieren.
Schlagwörter:
gleich,
Menschen,
Menschrechte,
Philosophie