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Lichter in der Nacht

Posted by Nord under Lyrik (No Respond)

Lichter in der Nacht, ein Werk ward vollbracht,
Einsam auf der Wacht, der Blinde lacht,
Daß er nun einberufen in die Schlacht.

Lichter in der Nacht, die sieht er nicht,
Noch stört ihn Nebel nicht, dicht an dicht,
Spürt doch die Klinge die ins Herz da sticht…

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Die Versuchung

Posted by Nord under Philosophie (No Respond)

Alle regen sich über böse Manager auf, über geldgierige Säcke, machtgeile Führungseliten - doch wieviel Aufregung ist das a) wert und b) wie würde man es besser machen?

Kritik ist immer gut, nur sollte sie auch eine konstruktive Option aufzeigen sonst handelt man sich ganz schnell einen rhetorischen Messerstich genau in die Magengegend ein.
Aber würde man es besser machen? Wäre man der selbstbewußte Herrscher der seine Macht teilt, womöglich die erste funktionierende Demokratie aufbauen? Ich denke kaum.
Der Mensch ist unfähig in der Gruppe, in der Gemeinschaft auf längerer Zeit auszukommen.
Dies wäre nur dann möglich, wenn jeder sein Bestreben für die Gemeinschaft lenken würde und seinen eigenen Vorteil dabei vergessen würde. Doch das ist genauso realistisch wie ein Befreiungskrieg in barbarischen Ländern. Da ist man zumindest sehr uneigennützig, ja  …

Wie würde man leben, wenn man von jetzt auf morgen ein Vermögen zum Verwalten bekäme was jede Vorstellung sprengt? Wäre man dann die Mutter Teresa oder dann doch Onkel Dagobert? Das kann niemand wissen, aber die Versuchung eigen und noch egoistischer zu werden ist sehr hoch, wenn sogar nicht unumgänglich.

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Das Wetter heute

Posted by Nord under Fotografie (4 Responds)

sollte eher nach dieser Form sein:

Schwere Wolken

Schwere Wolken

(mir fällt auf, daß ich entschieden zu viel über das Wetter schreibe - man könnte glatt annehmen, ich würde mich langweilen …)

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Stille Nacht

Posted by Nord under Allgemein (No Respond)

Da sitzt man nun mitten in der Nacht, genauer um 01.47 Uhr, am 28. Juni, Sonntag, am Rechner. Alles ist still - nur der Lüfter des Rechners schnurrt noch vor sich hin. Eigentlich hört man ihn nach einer weile nicht mehr. Die Nacht ist sehr still.
Wolken hängen vor den Sternen, ein heiterer Blick ist unmöglich.
Was hält mich wach?
Zunächst noch recherchiert zu dem einen oder anderen Thema, dann war es die Unlust ins Bett zu gehen, zu schlafen.
Ich habe nun Ewigkeiten nicht mehr so lange in die Nacht hinein am Rechner gesessen - eher schön brav und zeitig im Bett gewesen und höhchstens noch die eine oder andere DVD mit Frauchen bis zum Einschlafen gesehen.
Doch nun ist sie weg für eine Weile, Frau und Kind, und es wirkt nunmehr wie eine Ewigkeit. Aber das soll nicht das Thema sein.

Die Nacht ist hinreissend, erinnert mich an die frühen Zeiten als ich den Tag zum Schlafen bevorzugte und die Nacht zum Schöpfen nutzte, zum Lesen und zum Nachdenken. Der Tag war mir fremd geworden in manchen Wochen und lediglich der Ladenschluß für den Nachschub an Lebensmitteln und Promillewerten vermochte einen in das Abendrot des Sommers locken - im Winter war es ja schon wieder dunkel geworden.

Ich will ja auch nicht behaupten, daß man diese Zeit immer sinnvoll genutzt hatte, aber es war anders, ein völlig anderes Gefühl als sich am Tag aufzuhalten. Die Wohnung glich einer verschlossenen Truhe: die Rollläden trennten einen von der Außenwelt, die Fenster war nicht mir Gardinen versehen, das Summen des Rechners war auch da schon sehr präsent. Eine Welt wie geschaffen zur gewollten Isolation.

Die Nacht ist für die Einsamen, die Träumer und die Sterne. Schlaft gut!

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Rausche Rune

Posted by Nord under Lyrik (2 Responds)

Rausche Rune!
Brenne wild, erleuchte hell das Sternenbild!

Rausche Rune!
Sei uns das Licht, weise den Weg!

Rausche Rune, rausche!
Laß Dir nicht das Recht noch nehmen, auf deinen Platz im All.

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Altern in Deutschland

Posted by Nord under Gesundheit, Philosophie (No Respond)

Vom Werden und Vergehen, ein schmaler Grat, ein wichtiger Abschnitt/Schnitt in jedem Leben.
Der Zyklus von der Geburt bis hin zum Tode ist ein mühsamer Prozess, nicht immer ist es eine Freude und doch können wir das Leben nicht wirklich sein lassen. Ein eingebauter Schutzmechanismus schützt uns in den meisten Fällen vor einem verfrühten Ableben, sofern man an eine vorbestimmte Lebensspanne glauben mag.

Ein aktueller Artikel hat mich dazu motiviert mir wieder Gedanken über unsere Gesellschaft der Alten nachzudenken, die Gesellschaft die keinen wirtschaftlichen Nutzen mehr bringt und lediglich nur noch Aufwand bedeutet.
Diese wertvollen Menschen, jene Menschen die schwere Zeiten durchgestanden haben, unser Leben in der heutigen Zeit und auf diesem Standard erst ermöglicht haben, jene Menschen die genauso in diese Welt und Gesellschaft gehören wie das neugeborene Leben - diese Menschen strotzen nur vor Lebensweisheit welche sie zu Grabe tragen.
Niemand fragt sie, niemand beachtet sie und ihr Wissen welches so manches mal sinnvoller ist als so manches Lehrbuch. Leben lernt man nicht in der Schule, man lernt es voneinander.

Diese alten Menschen wählen in Deutschland zunehmend den Freitod. Weshalb ist das so?
Zurecht zitiert die befragte Person, daß Leben ein Recht aber keine Pflicht ist - sicherlich muß jeder für sich selbst entscheiden ob er leben oder tot sein möchte, dagegen besteht auch kein Handlungsbedarf, aber was ist mit jenen Menschen die kerngesund sind, Ihr Leben lang des Lebens froh waren und nur deshalb scheiden möchten weil sie sich nicht mehr gebraucht fühlen? Haben die Alten denn nicht das Recht einen geehrten Platz in unserer Gesellschaft verdient? Oder ist es aufgrund kalter Berechnungen und unwirtschaftlicher Grundlagen nicht möglich diese wichtige Beziehung aufrecht zu erhalten?
Womit hat ein alter Mensch verdient, daß man ihn fast verhungern läßt weil die Renten nicht ausreichen, dieser alte Mensch der seine Jugend und sein Leben für das gab was wir Wohlstand nennen?
Egal wie man eine Rechtfertigung für diese Ausgrenzung sucht, man wird keine finden!
Unsere Gesellschaft im Jugendwahn, niemand will altern, jeder will ewig und gesund leben, eine Gesellschaft die sich verjüngt und ihr der Rand

der Gesellschaft ein Dorn im Auge ist. Diese Gesellschaft ist zum scheitern verurteilt!
In dieser Zeit, jene die uns jeden Tag aufs Neue beweist, daß unser materialistisches und kapitalistisches Kurzsichtdenken uns lediglich in den Abgrund drängt, ist es besonders wichtig sich auf die menschlichen Seiten unseres Daseins zu erinnern.

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Naturgewalten

Posted by Nord under Grenzwissenschaft, Lyrik (No Respond)
Nikolaus Lenau von Friedrich Amerling

Nikolaus Lenau von Friedrich Amerling

Das muß doch ein wirklich spannender Artikel werden wenn man sich mit dem Wetter befasst. Dem Autor fällt doch tatsächlich nichts besseres ein als über Wetter zu reden.

Nun, eigentlich ist es eher ein Wunsch nach ein paar Blitzen und dem dazugehörigen Donner und paar Regenschauern die die Luft etwas abkühlen!

Von morgens bis Abends in diesem Klima arbeiten zu müssen ist nun wahrlich kein angenehmes Unterfangen (und dabei bin ich doch froh, daß ich nicht körperlich arbeiten muß…).
Vielleicht sollte ich mir doch mittels einer Tesla Spule selbst ein Blitzgewitter herbeizaubern?
Nein, zu aufwendig um auf die Schnelle ein solches Gerät aus dem Boden zu stampfen…

Um diesem Artikel dennoch etwas Interessantes ein zu verleiben werde ich mich etwas mit den Naturgewalten, speziell mit Blitz und Donner befassen, und zwar mit dem literarischen Donnerwetter von Nikolaus Lenau:

Gewitter

Der Seele klarer Himmel hängt
Voll zürnender Gedanken,
Und mancher laute Seufzer drängt
Sich aus der Brust, der kranken.

Unheimlich blitzt des Auges Stern
Und sucht umsonst nach Zielen.
Laß ab! ich weiß, du möchtest gern
Dich an der Träne kühlen.

Sie blinkt nicht mehr im Auge hohl,
An dem die Gluten zehren! –
Doch jetzt, wie wirds der Brust so wohl!
Darf sie vom Schmerz sich leeren?

Im Auge glüht das Abendrot,
Die Wolken sind zerrissen.
Verspricht dies Leben oder Tod?
Die bange Brust möchts wissen.

Verklärten sich die Wolken nur,
Den Tod mir anzusagen?
Ach! oder ists die erste Spur
Von schönern Erdentagen?

Von neuem Glück! Die Glut erlischt,
Sie soll nichts mehr verheeren;
Denn in die junge Freude mischt
Sich mild der Tau der Zähren!

Nikolaus Lenau

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Ein Schrei nach Vernunft

Posted by Nord under Kunst (4 Responds)

Index Librorum ProhibitorumGibt es sowas noch in der Welt? Bücher, fiktive Romane werden auf den Index gesetzt, ja damit eigentlich verboten und auf gesetzlichem Wege verbrannt.
Nach welchem Recht kann man ein Buch verbieten? Ein Bildwerk abhängen lassen? Nach welchem Maß wird da gemessen und welcher Richter hat dann zu entscheiden ob es Kunst oder keine Kunst ist, und somit zensiert werden kann?

Man denke da nur an den Artikel im Grundgesetz, nachedem allein er Künstler und Urheber zu entscheiden hat ob sein Schaffen Kunst ist oder nicht. Allein der Faktor der Beleidigung kann das kunstwerk schmälern.
Ist es jedoch Kunst, so ist es durch diesen Artikel geschützt in alle Zeit wie es sein muß.

Vernunft! Ich beziehe mich auf die Indizierung des Stahlfront Romanes welcher sich nun bereit ca. 30.000 mal verkauft hat und auf die Veröffentlichung im Herbst von band 5 & 6 wartet.
Ich muß zugeben, ich habe keinen der Romane gelesen obwohl ich um dessen kontroversen und provokativen Inhalt weiß. Aber die Indizierung eines Buches, sei es politisch motiviert, sei es links, rechts, pro “sonstwas”, ist der  Super-GAU für die kulturelle Vielfalt der Kunst. Ein kritischer Treffer der sogar das Grundgesetz schüttelt. So viel dazu.

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Freiheit - Wille - Illusion

Posted by Nord under Philosophie (2 Responds)

Habe viel über die Freiheit nachgedacht und fand heraus, daß sie weitaus komplizierter und komplexer ist als man es eigentlich auf den ersten Blick erahnen kann/möchte.

Was bedeutet Freiheit?
Freie Rede? Freie Meinung? Freies Handeln?
In vielen Dingen definitiv ja! Aber was ist jene Freiheit wert, wenn man innerlich in seiner eigenen Festungshaft sitzt und der Geist von Zwängen und Ängsten getrübt und eingeengt ist, wenn der Drang nach Freiheit ein Individuum einschränkt und vollends zum Sklaven der Vorstellung eines perfekten ICHS wird?

Leben und leben lassen! Doch wie wird man frei im Geist? Der Körper mag sich bewegen in der Freiheit, der Mund vermag freie Worte zu sprechen, die Hand freien Willen führen und der Geist verbleicht zu einem fadenscheinigen Wesen, einem traurigen Rest aus Idealismus und Trieb, zu einem Haufen verkümmerter Hoffnung.
Im Umkehrschluß kann man jedoch auch sagen, daß das Einschränken des Mundes, des Körpers und der Freiheit letztendlich nur zweitrangig ist solange man im Geiste frei und ehrlich ist, sich unter Kontrolle hat und menschlich handeln kann.
Dazu fällt mir ein Zitan von Immanuel Kant ein:

Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer Allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.

Damit spricht Kant, meines Erachtens nach, keine geschriebenen und bestehenden Gesetze an, sondern eine Handlung in Freiheit und Gerechtigkeit die eben eine Gesetzgebung sein könnte.
Nicht schwer ist dann die Folgerung, daß keine Gesetze niedergeschrieben werden müßten, sofern sich jeder an diese Maxime, an dieses oberste Gebot halten würde.

Den Geist befreien, die Tore öffnen in die Welt hinein, ein Blick, tief in das Weltall, in unsere Vergangenheit und Zukunft zu gleich, unsere Gegenwart jene schon verflogen ist wenn wir nur an sie denken.

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Sagittarius Moonlight Sonata Interpretation

Posted by Nord under Musik (2 Responds)
Sagittarius

Sagittarius

Gerade über myspace bin ich auf einen alten Freund und Bekannten gestoßen den ich damals auch schon sehr zu schätzen wußte, man sich aber eher selten über den Weg läuft.
Ein begnadeter Künstler der Neoklassik! Seine gefühlvollen Piano und Flötemelodien, ein ruhiger Wellengang der Gedanken, ein Schwamm der Wahrnehmung der alles Umgebende wegblendet und neue Horizonte eröffnet.

Ein Mensch mit vielen Seiten, ein geborener Künstler der beneidenswert wie ein Künstler zu leben vermag.
Vor allem hat es mir die Interpretation der Mondschein Sonate angetan, welche ich schon in den Interpretationen des Wilhelm Kempff ausreichend beschrieb.

Jene die einen Blick jenseits der menschlichen Horizonte wagen, mögen sich bitte seine Seite ansehen:

Sagittarius auf MySpace : Sagittarius offz. Internetpräsenz

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